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Schild der Kleiderfabrik Alois Kuhn.

Stoffbindung: Was bedeutet der Begriff?

Die Stoffbindung beschreibt die Art und Weise, wie Kett- und Schussfäden beim Weben miteinander verkreuzt werden. Sie bestimmt wesentlich die Struktur und Optik eines Gewebes und beeinflusst auch Eigenschaften wie Griff, Fall oder Strapazierfähigkeit. Zu den drei Grundbindungen zählen Leinwandbindung, Köperbindung und Atlasbindung. Aus ihnen lassen sich zahlreiche weitere Bindungsarten und Muster entwickeln.

Welche Stoffbindungen gibt es und wie unterscheiden sie sich?

Die Leinwandbindung besitzt besonders viele Verkreuzungspunkte und erzeugt meist eine gleichmäßige, stabile Oberfläche. Bei der Köperbindung verlaufen die Bindungspunkte versetzt, wodurch die typische diagonale Struktur entsteht. Die Atlasbindung arbeitet dagegen mit längeren flottierenden Fäden und wenigen sichtbaren Bindungspunkten, was eine besonders glatte und häufig glänzende Oberfläche ermöglicht. Welche Stoffbindung für Anzüge, Sakkos, Hosen oder Hemden geeignet ist, hängt auch von Faser, Garn, Stoffgewicht und gewünschtem Einsatz ab. Bei der Maßkonfektion kann der Stoff deshalb passend zu Anlass, Jahreszeit und persönlichem Stil ausgewählt werden.